Ich moechte Sie besonders auf diese erste Einzelausstellung von Georganne Deen (*1951) in Deutschland
aufmerksam machen. Deens Arbeit wurzelt in der amerikanischen Underground-, Pop- und Comic- Kultur und in
der Auseinandersetzung mit ihrer persoenlichen Lebensgeschichte, wie sie viele ihrer Generation geteilt haben:
das Aufwachsen in den 50ger und 60ger Jahren in den Vororten des amerikanischen Westens. In ihrer Malerei
findet sie Allegorien fuer diese gemeinsame Vergangenheit. Sie erfindet wunderschoene, boese, poetische und
gemeine Bilder fuer die Teufel und Goetter der USA. In ihrem unverbluemten Umgang mit ihren Beobachtungen
erkennt man ihre Verwandschaft mit Kuenstlern wie R. Crumb oder Pettibon.. Sie selbst sagt über ihre Arbeit
(nach Byron Werner) diese sei: Anti-Vague, Anti-Elite and Entertaining.Wie alle Allegorien, unterliegen auch
Deens einem ikonographischen System, indem in den einzelnen Serien immer wieder spezifische Symbole
auftauchen, die von Bild zu Bild deutlicher werden. Ihre Malerei nimmt die Form eines irgendwie altmodischen,
anti-naturalistischen Genres an, das sie vor allem deswegen nutzt weil die allegorische Form so effektiv darin ist Geschichten mit Bildern, Symbolen und Texten zu erzählen.
Georganne Deen (*1951, Fort Worth, Texas) lebt und arbeitet in Los Angeles. Sie hat umfassend ausgestellt,
sowohl in den USA und Kanada, als auch international, u.a. in der Power Plant, Toronto; Track 16, Los Angeles;
The MAC, Dallas; San Diego Museum of Cont. Art; Boulder Museum of Cont. Art; Museum de Fortuny, Venice;
Laguna Art Museum; La Foret Museum, Tokyo etc. Ihre Arbeiten sind in Sammlungen wie der Patchett
Collection, der Collection Eileen und Peter Norton u.a. vertreten. Die Ausstellung bei VAN HORN ist ihre erste
Einzelausstellung in Deutschland.
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