JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs
 JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs
 JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs
 JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs
 JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs
 JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs
 JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs  JENS ULLRICH, Masken, 2004-2007, 33 different motifs

JENS ULLRICH
Masken, 2004-2007
33 versch. Motive
c-prints in Künstlerrahmen
34 x 39 cm / 39 x 47 cm / 47 x 39 cm
Ed. 15 +AP


Auf schwarz-weißen Zeitungsfotos mit Szenen des heutigen Lebens in Afrika hat Jens Ullrich (geb. in Tansania) den abgebildeten Menschen alte afrikanische Masken aufgesetzt, die er in Bild-Bänden über afrikanische Kunst findet. Die Montage findet am Computer statt, fertige Bilder werden als c-Prints ausbelichtet. Die bis dato seriösen Pressedokumente berichten jetzt von einem uns bislang unvorstellbar gebliebenen Phänomen: alle wertvollen, uns als Sammlungsstücke bekannten afrikanischen Masken sind in ihren Ursprungskontinent, zu den heutigen Nachfahren ihrer Schöpfer zurückgekehrt. Dort, in einer unbekannten Situation zwischen hilfloser Verwirrung und hysterischem Glück werden die Masken erst gar nicht mehr ausgezogen. Selbst in den vorstellbar profansten Lebenslagen trifft man auf rätselhaft maskierte Menschen.

Die als Kupferdruck anmutenden, nur durch einen minimalen Eingriff veränderten Zeitungsfotos sollen ihre Überzeugungskraft als glaubhafte Schilderung der Ereignisse unserer Tage nicht verlieren. Doch der Schein trügt, denn im nächsten Moment sieht es so aus, als führten die Masken ihr eigenes Leben vor einer gespenstischen Kulisse, die perfekt der des heutigen Menschen gleicht. Läßt man sich so weit auf die suggestive Kraft der Masken-Collagen ein, wachsen die einzelnen Szenen inhaltlich zusammen und könnten ebenso die phantastische Bebilderung einer metaphysisch-religiösen Erzählung sein. Eine Schluckimpfung oder eine Szene am Feuer bekommt metaphorischen Charakter, das Dargestellte wird zeitlos.

Das weite Feld, das diese Collagen eröffnen, reicht vom extrem politisierten Kommentar auf die Kolonialgeschichte, über eine humorvolle Neudeutung des Einflusses afrikanischer Kunst auf die westliche Kunstgeschichte (Les Demoiselles d´Avignon) bis zum ungebrochenen, ästhetischen Genuß der neu getragenen, alten Masken, deren feine, charakterliche Ausprägung in den konkreten Szenen auflebt.